Kompetenznetzwerk - Schluckstörung

Unsere Arbeit in Klinik und Praxis bietet die ideale Vernetzung bei der Behandlung von Schluckstörungen. Patienten, die bereits in der Klinik betreut werden, erhalten verlässlich eine Therapieplatz in unser Praxis (oder wir unterstützen auf Wunsch bei der Suche nach einem geeigneten Therapieplatz). Nach Möglichkeit übernimmt der in der Klinik behandelnde Therapeut auch die ambulante Therapie.

Bei Veränderungen der Symptomatik oder Patienten, die auf anderem Weg in unsere Praxis gekommen sind besteht die Möglichkeit, die Patienten für weiterführende Untersuchungen in die Klinik zu verweisen und dort die Untersuchung zu begleiten oder durch unsere Mitarbeiter im klinischen Bereich durchführen zu lassen.

Schlucknetzwerk

Zusammengefasst lässt sich feststellen:

Wir bieten eine kompetente Begleitung rundum!

„Bei Bestimmten Erkrankungen ist der komplexe Vorgang des Schluckens gestört. Man spricht dann von Schluckstörung oder von Dysphagie. Der Begriff leitet sich ab vom griechischen Wort „phagein“ = essen und der Vorsilbe „dys“ = gestört, bedeutet also eigentlich Essstörung“.

(Prosiegel, 2010)

Aufgrund einer anatomischen Besonderheit ist das Schlucken beim Menschen sehr störanfällig. Luft und Speise nehmen über eine lange Strecke im Rachen den selben Weg. Im unteren Rachen kreuzen sich dann beide Wege. Die Nahrung wird in die hinten gelegene Speiseröhre (Ösophagus) transportiert, die Luft nimmt den Weg in die eher zentral gelegene Luftröhre. Diese Überkreuzung der Wege birgt die Gefahr, dass Nahrungsbestandteile oder Flüssigkeit in den Kehlkopfeingang gelangen (Penetration) oder sogar bis unterhalb der Stimmlippen eindringen (Aspiration). Auch bei Gesunden kann - z.B. bei Unkonzentriertheit - durchaus einmal eine Penetration oder Aspiration auftreten. Da gesunde Menschen, jedoch über eine intakte Sensibilität im Bereich des Kehlkopfes verfügen, kommt es in der Regel zu einem reflektorischen Husten, bei dem die "falsch abgebogenen" Nahrungsbestandteile oder Flüsigkeit wieder zu entfernen.

Wenn Nahrung in die unteren Luftwege gelangt, besteht die große Gefahr einer Lungenentzündung. Eine besondere Gefahr stellt hierbei die "Stille Aspiration" dar. Hierbei gelangen Anteile der Nahrung in die Lunge, ohne dass der Patient Husten muss. Lungenentzündungen sind auch heute noch eine ernste Erkrankung, die mitunter lebensbedrohliche Komplikationen entwickeln und tödlich enden können.

Es können organische Ursachen vorliegen, d.h. ein Organ kann seine Funktion nicht vollständig erfüllen, weil es z.B. in seiner Beweglichkeit eingeschränkt ist. Es kann aber auch eine Störung der Steuerung des Schluckvorganges vorliegen (z.B. nach einem Schlaganfall). Eine Schluckstörung kann durch viele Krankheiten ausgelöst werden, was anderem z.B. durch

  • Schlaganfall
  • Schädel-Hirn-Trauma
  • Tumore
  • Parkinson
  • ALS (Amyotrophe Lateralsklerose)
  • MS (Multiple Sklerose)

Auch aufgrund des allgemeinen Alterungsprozesses verändert sich das Schlucken. Normalerweise kann sich der Körper auf diese Veränderungen einstellen und sie kompensieren. Durch Krankheit oder Verletzung kann es jedoch zu einer Schwächung des Körpers kommen, wodurch dann auch die Schluckfähigkeit stark beeinträchtigt werden kann. Wenn ein Betroffener Patient schluckt, bedeutet dies nicht automatisch, dass die gesamte Nahrung auch in die Speiseröhre gelangt.

  • Wiederkehrendes unklares Fieber
  • vermehrtes Husten und Räuspern beim Essen oder Trinken
  • Atemgeräusche
  • belegte, gurgelnde Stimme
  • Nahrungsreste im Mund
  • Nahrung läuft aus dem Mund
  • Nahrungsaufnahme dauert sehr lange
  • Mundtrockenheit oder Speichelfluss
  • Austrocknung

Wenn Sie diese Symptome verspüren, sollten Sie zunächst Kontakt mit Ihrem Arzt und einem Logopäden aufnehmen. In unserer Praxis beraten wir Sie gerne.